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Wie Bild-online berichtet, werden wegen der Corona-Krise dieses Jahr im Westen Deutschlands die Renten nicht angehoben. Im Osten gibt es laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil nur eine Mini-Steigerung um 0,72 Prozent. (Vgl.https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/wegen-der-corona-krise-rentnern-droht-sogar-doppelte-nullrunde-75789046.bild.html).

Dazu teilt der stellvertretende Leiter des Arbeitskreises Arbeit und Soziales und ostpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Jürgen Pohl mit:

„Die von der großen Koalition verursachte Lockdown-Krise bleibt nicht ohne Folgen: Millionen Menschen befinden sich aktuell im Beschäftigungsverbot. Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit steigen deutlich, die Wirtschaft insgesamt leidet massiv unter den Restriktionen der Bundesregierung. Dies dämpft nicht zuletzt die Lohnentwicklung spürbar und bleibt – gemäß der Systematik der Rentenanpassung – nicht ohne Folgen für die meisten Rentner im Land. Denn wirtschaftlich ist immer die Lohnsituation im Vorjahr Bezugspunkt der Rentenberechnung. Und genau hier schlägt die vermaledeite Lockdown-Politik der Bundesregierung gewaltig ins Kontor. Aufgrund der kümmerlichen Lohnentwicklung im Corona-Jahr 2020 können die Renten in diesem Jahr im Westen gar nicht und im Osten kaum erhöht werden. Das hat fatale Folgen für die in der bundesrepublikanischen Rentenrealität mehrfach benachteiligten Rentner in Ostdeutschland und trifft insbesondere Kleinstrentner mit ganzer Wucht. Kurzum: Die Rente im „Absteigerland“ Deutschland ist keineswegs sicher! Anhaltendes Rentenunrecht im Rahmen der Ost-West-Lohnlücke sowie ein epidemiologisch umstrittener, aber nachweislich wirtschaftsfeindlicher Dauerlockdown mit all seinen Folgewirkungen verschärfen das Armutsrisiko für einkommensschwache Altenhaushalte massiv. Nur eine moderate Rentenerhöhung für alle, insbesondere aber für langjährige Beitragszahler im Osten der Republik, stärkt das Vertrauen in den sozialen Zusammenhalt über Generations- und Einkommensgrenzen hinweg und gibt älteren Menschen die notwendigen finanziellen Mittel in die Hand, um sich vor der Viruspandemie angemessen zu schützen.“

Altersarmut grassiert im Osten wie im Westen – Inkassobericht zeigt das neue Elend der Alten

Anlässlich der heutigen Vorstellung der Mitgliederumfrage 2018 des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. in Berlin (PK vom 22.11.2010) erklärt der Bundestagsabgeordnete Jürgen Pohl (AfD), Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales:

So positiv es ist, dass sich die Zahlungsmoral insbesondere von Unternehmen leicht gebessert hat, so besorgniserregend ist der Befund, dass sich gerade bei älteren Menschen die Ausgaben für die notwendigen Lebensgrundlagen zunehmend als Risiko entwickeln:

So geben die Inkassounternehmen mehrheitlich an, dass es gerade die Ausgaben für Arztbesuche und gesundheitliche Versorgung sowie die Kosten für Energie und Heizung sind, die bei Schuldnern über 60 Jahren zu Zahlungsausfällen führen. Insofern wir aus Studien wissen, dass ältere Menschen über eine wesentlich höhere Zahlungsmoral verfügen als Jüngere, können wir hier auf dramatische Einzelschicksale schließen, die in Zukunft zum Alltag gehören werden.

Bereits jetzt führt der Mix aus sprunghaft steigenden Miet- und Wohnkosten, Ausgaben für Energie- und Heizung und der seit Jahren unzulängliche Entwicklung der Renten dazu, dass die Überschuldung in keiner anderen Altersgruppe so stark gewachsen ist wie in der Gruppe der über 70-jährigen.

Seit 2013 um 138%! Allein im letzten Jahr kamen rund 70.000 Menschen neu hinzu.

Und für die rentennahen Jahrgänge sieht es nicht besser aus.

Die Lehre daraus kann nur sein, sich für eine grundlegende Reform der Rentenversicherung einzusetzen, die diesen Namen verdient und Menschen auch im Alter einen angemessenen Lebensstandard  ermöglicht.