Altersarmut grassiert im Osten wie im Westen – Inkassobericht zeigt das neue Elend der Alten

Anlässlich der heutigen Vorstellung der Mitgliederumfrage 2018 des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. in Berlin (PK vom 22.11.2010) erklärt der Bundestagsabgeordnete Jürgen Pohl (AfD), Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales:

So positiv es ist, dass sich die Zahlungsmoral insbesondere von Unternehmen leicht gebessert hat, so besorgniserregend ist der Befund, dass sich gerade bei älteren Menschen die Ausgaben für die notwendigen Lebensgrundlagen zunehmend als Risiko entwickeln:

So geben die Inkassounternehmen mehrheitlich an, dass es gerade die Ausgaben für Arztbesuche und gesundheitliche Versorgung sowie die Kosten für Energie und Heizung sind, die bei Schuldnern über 60 Jahren zu Zahlungsausfällen führen. Insofern wir aus Studien wissen, dass ältere Menschen über eine wesentlich höhere Zahlungsmoral verfügen als Jüngere, können wir hier auf dramatische Einzelschicksale schließen, die in Zukunft zum Alltag gehören werden.

Bereits jetzt führt der Mix aus sprunghaft steigenden Miet- und Wohnkosten, Ausgaben für Energie- und Heizung und der seit Jahren unzulängliche Entwicklung der Renten dazu, dass die Überschuldung in keiner anderen Altersgruppe so stark gewachsen ist wie in der Gruppe der über 70-jährigen.

Seit 2013 um 138%! Allein im letzten Jahr kamen rund 70.000 Menschen neu hinzu.

Und für die rentennahen Jahrgänge sieht es nicht besser aus.

Die Lehre daraus kann nur sein, sich für eine grundlegende Reform der Rentenversicherung einzusetzen, die diesen Namen verdient und Menschen auch im Alter einen angemessenen Lebensstandard  ermöglicht.